„Wir sind Zulieferer. Wir haben jeden Tag neue Produkte“, sagt Ulrich Schulz, der als Schweißfachmann bei Hülsmann für die Roboter verantwortlich ist. Mit ArcNC hat das Unternehmen Programmier- und Rüstzeiten verkürzt.
Hülsmann Blechtechnologie beliefert von Bissendorf bei Osnabrück aus Kunden aus verschiedenen Branchen. Zum Leistungsspektrum gehören Laserschneiden, Abkanten sowie manuelles und robotergestütztes Schweißen – bei Aufträgen vom Einzelteil bis zu Serien von 1.000 oder 2.000 Teilen.
Einzelteile programmieren
Geschäftsführer Ingo Hülsmann beschreibt die Rüstzeit als besondere Herausforderung bei Einzelaufträgen. Vor ArcNC programmierte das Team direkt am Roboter und teachte jeden Punkt von Hand, während das Teil in seiner Vorrichtung gespannt war.
Ein komplexes Teil bei der Demo
Der Schweißtechniklieferant von Hülsmann machte das Unternehmen auf ArcNC aufmerksam. Das Team brachte eines seiner komplexen Teile mit Vorrichtung und CAD-Datei zu einer Demo mit, bei der das Teil in ArcNC programmiert und vom Roboter geschweißt wurde. Laut Ingo ging die Programmierung viel schneller als mit dem bisherigen Ansatz – das überzeugte Hülsmann, sich für ArcNC zu entscheiden.
„Für mich ist der größte Vorteil von ArcNC die schnellere Programmierung, die unsere Rüstzeit deutlich verkürzt hat.“
Ingo Hülsmann, Geschäftsführer der Hülsmann Blechtechnologie
Automatische Programmierung aus CAD-Dateien
ArcNC erstellt die Roboterprogramme von Hülsmann heute automatisch aus CAD-Dateien; mögliche Schweißnähte werden schon beim Hochladen erkannt. Ulrich passt diese Nähte direkt in der Software an. Mit demselben Teilemodell lassen sich auch die Nahtlängen für Angebote berechnen.
„Wo ich früher anderthalb Tage manuell programmiert habe, brauche ich jetzt 45 Minuten.“
Ulrich Schulz, Schweißfachmann, Hülsmann Blechtechnologie

Häufig gestellte Fragen
Wie werden Schweißroboter programmiert?
Bei der Teach-Pendant-Programmierung fährt der Bediener den Roboter in die erforderlichen Positionen, zeichnet die Schweißbahnen auf und stellt die Schweißparameter ein. Beim Handführen, das einige Cobots bieten, bewegt der Bediener den Arm von Hand, um Positionen zu teachen. Beide Verfahren nutzen beim Teachen den realen Roboter.
Die Offline-Programmierung nutzt ein digitales Modell der Roboterzelle, um das Programm am Computer zu erstellen und zu simulieren. Wie viel manuell programmiert werden muss, hängt von der Software ab. Auch die automatisierte Programmierung von Schweißrobotern mit ArcNC findet abseits des Roboters statt, doch die Software erkennt mögliche Schweißnähte in der CAD-Datei und erstellt automatisch die Schweißreihenfolge und die Roboterbewegungen. Der Roboter kann weiter produzieren, während das nächste Programm vorbereitet wird.
Wie lange dauert die Programmierung eines Schweißroboters?
Die Zahl der Schweißnähte, die Zugänglichkeit rund um das Teil und die nötigen Bewegungen zwischen den Nähten beeinflussen die Programmierzeit. Bei der Teach-Pendant-Programmierung werden diese Positionen und Bewegungen am Roboter geteacht. Die Offline-Programmierung verlagert die Vorbereitung an einen Computer, an dem der Programmierer Bahnen und Bewegungen unter Umständen noch selbst festlegen muss. ArcNC erkennt mögliche Schweißnähte automatisch und erstellt aus dem CAD-Modell die Schweißreihenfolge und die Roboterbewegungen.
Bei Hülsmann berichtet Schweißfachmann Ulrich Schulz, dass die manuelle Roboterprogrammierung mit ArcNC von anderthalb Tagen auf 45 Minuten gesunken ist.
Wie programmiert man einen Schweißroboter aus einer CAD-Datei?
Bei der Offline-Programmierung (OLP) importieren Sie die CAD-Dateien von Teil und Vorrichtung in ein digitales Modell der Roboterzelle und positionieren sie wie im realen Aufbau. Der Programmierer legt Schweißbahnen, Brennerwinkel und Schweißparameter fest, bestimmt die Schweißreihenfolge und programmiert die Bewegungen zwischen den Nähten.
Anschließend wird das Programm simuliert, um Erreichbarkeit und Kollisionen zu prüfen, bei Bedarf angepasst und für die Robotersteuerung exportiert. Wie viel Handarbeit nötig ist, hängt von den Automatisierungsfunktionen der OLP-Software ab.
ArcNC erkennt mögliche Schweißnähte automatisch im CAD-Modell und erstellt die Schweißreihenfolge und die Roboterbewegungen.
Kann man ein automatisch erstelltes Schweißroboterprogramm ändern?
Ja. Mit ArcNC können Sie Schweißnähte hinzufügen oder entfernen, Nähte kürzen oder verlängern, Schweißparameter ändern und die Schweißreihenfolge festlegen. Gängige Schweißeinstellungen lassen sich als Prozessvorlagen speichern und wiederverwenden, während einzelne Nähte oder Abschnitte eigene Parameter erhalten können. Sie können auch die Roboterbewegungen anpassen, wenn ein Auftrag eine bestimmte Brennerausrichtung oder Roboterposition erfordert.
Lassen sich Schweißroboter für Kleinserien und Einzelteile einsetzen?
Ja. Die Herausforderung besteht darin, für wenig Schweißarbeit ein neues Roboterprogramm vorzubereiten. Dauert das Teachen mehrere Stunden, ist eine kleine Serie von Hand womöglich schneller geschweißt. Bei Wiederholaufträgen ist das anders, weil das Roboterprogramm wiederverwendet werden kann.
Mit ArcNC erkennt die Software mögliche Schweißnähte im CAD-Modell und erstellt automatisch die Schweißreihenfolge und die Roboterbewegungen. Das verringert den Programmieraufwand für jedes neue Teil und kann das Roboterschweißen auch für kleinere Serien und Einzelaufträge lohnend machen.




